Blog / Drei Jahre sind schnell vorbei

Author: Michi - created at 17.04.2011 11:35
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Im Oktober 2008 haben wir hier in Ecuador unsere bisher grösste Herausforderung angetreten. Wir sind in den Jungel gezogen, fernab von jeglichem Komfort. Im amaZOOnico durften wir sehr viel lernen und erleben und die Leitung einer solchen Station ist nicht gerade einfach. Wir bereuen keine Sekunde unsere Entscheidung, denn was wir hier gelernt haben kann uns keiner mehr nehmen. Leider geht die Zeit hier im Jungel noch viel schneller vorbei als in der Schweiz und wir müssen uns jetzt mit dem Gedanken abfinden, wieder in die Schweiz zurück zu kehren. Dies werden wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge tun. Sicherlich werden wir die vielen Tiere und Freunde die uns so ans Herz gewachsen sind vermissen und wir werden nicht mehr einfach mal so, um den Kopf frei zu kriegen, einen Waldspatziergang mit Entdeckungsreise machen können. Da einem aber die Arbeit im amaZOOnico nicht nur an die körperlich sondern auch an die geistige Substanz geht und vorallem auch weil uns das Geld ausgeht, müssen wir wohl oder übel den amaZOOnico verlassen. Und auch weil es fast unmöglich ist ein Visum auf legale Weise zu bekommen müssen wir bis Ende September Ecuador verlassen haben. Einige Alternativen haben wir geprüft um evtl. etwas vergleichbares im Umwelt- und Tierschutz zu machen, aber leider ist es überall das gleiche Problem. Erstens bekommt man keine Visa und zweites verdient man nicht genug Geld um unser, für ecuadorianische Verhältnisse eher Mittelstandsleben (400 $), zu finanzieren. Nun beginnt die Planung der letzten fünf Monate die uns noch in Ecuador verbleiben sowie eine etwaige Zukunftsplanung für die Schweiz. Die Übergabe an unsere Nachfolger hat schon begonnen, somit können wir auch noch unsere letzten Ferien in Ecuador ins Auge fassen. Seit bald drei Jahren leben wir nun schon in diesem Land, dennoch haben wir weniger gesehen, als die meisten Pauschaltouristen die gerademal drei Wochen durchs Land reisen. Sofern es unsere Ersparnisse hier zulassen, würden wir gerne nächsten Monat Galapagos besuchen. Wir sind dazu sogar schon in Preisverhandlungen mit einem befreundeten Touristen-Führer der uns evtl. mit 500 $ entgegen kommen kann. Was die Zukunftsplanung für die Schweiz betrifft, suchen wir noch Jobs. Michi ist bereits mit dem Zoo in Verbindung getreten, aber da scheint im Moment noch gar nichts klar zu sein. Für Joelle sieht es noch etwas düsterer aus, sie muss sich dann etwas suchen... Wer etwas hört und sich vorstellen kann, dass Michi oder Joelle das tun könnten, bitte unbedingt Info an uns. Unsere Lebensläufe sind vollständig, wir können uns auch gut Online bewerben winking smiley Somit steht noch nicht fest, wann genau wir in der Schweiz eintreffen werden. Denn ohne Job ist das Leben in Südamerika zum Überbrücken einiges günstiger als in der Schweiz... Zudem sind wir noch nicht sicher ob wir unseren Hund Sinchi mitbringen. Da dieser aber noch nie weiter als bis in der Liana Lodge war würden wir evtl. mit ihm über den Ozean schwimmen winking smiley das dauert auch ein Weilchen... Für alle die jetzt den Kopf schütteln und sich fragen weshalb wir einen Hund um die halbe Welt schleppen: Ihr kennt Sinchi nicht! Für Michi würde der Hund auch einmal um die ganze Welt reisen...


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Tja
Posted 17.04.2011 19:52 by Antonia Zurbriggen
Heute vor 4 Jahren waren wir in Banos frühmorgens im Dom und haben den Palmsonntag mit den Indios gefeiert. Weil wir auch eine "Palme" hatten, waren wir ganz wohl gelittene Touristen. Es gab diese kleine Verbindung des wunderschön geflochtenen Schilfblattes in unsern Händen. Wenn ich daran denke, was euch alles inzwischen mit der Natur dieses Landes, mit den Menschen und deren Geschichten verbindet, was ihr alles verstehen und gern haben gelernt habt, wird selbst mir "wind und weh" beim Gedanken, dass ihr euch von allem schon so bald trennen müsst. Beste Ueberraschungen für die Zukunft und vorerst noch viele bunte Urwaldstunden euch beiden. herzlich Wünnewil

...kein Weg zu weit!
Posted 17.04.2011 11:55 by st
...aber das Land weiss mehr über euch, mehr als über Pauschaltouristen!


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